Topologien und Netzabläufe

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Übersicht

In dieser Übersicht finden Sie ausführliche Informationen zu den möglichen Topologien für MobileFirst-Server-Komponenten sowie Angaben zu verfügbaren Netzabläufen.
Die Komponenten werden entsprechend der von Ihnen verwendeten Servertopologie implementiert. Im Abschnitt zu den Netzabläufen erfahren Sie, wie die Komponenten untereinander und mit den Endbenutzergeräten kommunizieren.

Fahren Sie mit folgenden Abschnitten fort:

Netzabläufe zwischen den MobileFirst-Server-Komponenten

Die MobileFirst-Server-Komponenten können über JMX oder HTTP miteinander kommunizieren. Sie müssen bestimmte JNDI-Eigenschaften konfigurieren, um die Kommunikation zu ermöglichen.
Die Netzabläufe zwischen den Komponenten und dem Gerät sind in der folgenden Abbildung dargestellt:

![Diagramm der Netzabläufe für die MobileFirst-Foundation-Komponenten(mfp_components_network_flows.jpg)

Die Abläufe zwischen den verschiedenen MobileFirst-Server-Komponenten, MobileFirst Analytics, den mobilen Geräten und dem Anwendungsserver sind in den folgenden Abschnitten erläutert:

  1. Abläufe zwischen MobileFirst-Foundation-Laufzeit und MobileFirst-Server-Verwaltungsservice
  2. Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und MobileFirst-Foundation-Laufzeit auf anderen Servern
  3. Abläufe zwischzen MobileFirst-Server-Verwaltungsservice, MobileFirst-Laufzeit und Deployment Manager in WebSphere Application Server Network Deployment
  4. Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Push-Service, MobileFirst-Foundation-Laufzeit und MobileFirst Analytics
  5. Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und MobileFirst-Server-Liveaktualisierungsservice
  6. Abläufe zwischen MobileFirst Operations Console und MobileFirst-Server-Verwaltungsservice
  7. Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Verwaltungsservice, MobileFirst-Server-Push-Service und Autorisierungsserver
  8. Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Push-Service und externem Push-Benachrichtigungsservice (abgehend)
  9. Abläufe zwischen mobilen Geräten und MobileFirst-Foundation-Laufzeit

Abläufe zwischen MobileFirst-Foundation-Laufzeit und MobileFirst-Server-Verwaltungsservice

Die Laufzeit und der Verwaltungsservice können über JMX oder HTTP miteinander kommunizieren. Diese Kommunikation findet während der Initialisierungphase der Laufzeit statt. Die Laufzeit nimmt lokal über den Anwendungsserver Kontakt zum Verwaltungsservice auf, um die Liste der Adapter und Anwendungen zu erhalten, für die sie Services bereitstellen soll. Die Kommunikation findet auch statt, wenn bestimmte Verwaltungsoperationen in der MobileFirst Operations Console oder vom Verwaltungsservice ausgeführt werden. In WebSphere Application Server Network Deployment kann die Laufzeit Kontakt zu einem Verwaltungsservice aufnehmen, der auf einem anderen Server der Zelle installiert ist. Dadurch ist eine nicht symmetrische Implementierung möglich (siehe Einschränkungen für den MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und -Liveaktualisierungsservice sowie für die MobileFirst-Foundation-Laufzeit). Bei allen anderen Anwendungsservern (Apache Tomcat, WebSphere Application Server Liberty oder eigenständiger WebSphere Application Server) muss der Verwaltungsservice jedoch auf demselben Server wie die Laufzeit ausgeführt werden.

Die Protokolle für JMX richten sich nach dem jeweiligen Anwendungsserver.

  • Apache Tomcat - RMI
  • WebSphere Application Server Liberty - HTTPS (mit REST-Connector)
  • WebSphere Application Server - SOAP oder RMI

Für die Kommunikation über JMX ist es erforderlich, dass diese Protokolle auf dem Anwendungsserver verfügbar sind. Weitere Informationen zu den Anforderungen finden Sie unter Voraussetzungen für den Anwendungsserver.

Die JMX-Beans der Laufzeit und des Verwaltungsservice werden vom Anwendungsserver abgerufen. Bei Verwendung von WebSphere Application Server Network Deployment werden die JMX-Beans jedoch vom Deployment Manager abgerufen. Der Deployment Manager hat den Überblick über alle Beans einer Zelle in WebSphere Application Server Network Deployment. Einige Konfigurationen (z. B. die Farmkonfiguration) sind daher in WebSphere Application Server Network Deployment nicht erforderlich und eine nicht symmetrische Implementierung ist in WebSphere Application Server Network Deployment möglich. Weitere Informationen finden Sie unter Einschränkungen für den MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und -Liveaktualisierungsservice sowie für die MobileFirst-Foundation-Laufzeit.

Die verschiedenen Installationen von MobileFirst Server in demselben Anwendungsserver oder in derselben WebSphere-Application-Server-Zelle können Sie mit einer Umgebungs-ID (einer JNDI-Variablen) unterscheiden. Diese Variable hat standardmäßig einen leeren Wert. Eine Laufzeit mit einer gegebenen Umgebungs-ID kommuniziert nur mit einem Verwaltungsservice, der die gleiche Umgebungs-ID hat. Angenommen, der Verwaltungsservice hat die Umgebungs-ID X und die Laufzeit hat eine andere Umgebungs-ID (z. B. Y). In dem Fall können die beiden Komponenten sich nicht sehen. In der MobileFirst Operations Console wird keine verfügbare Laufzeit angezeigt.

Ein Verwaltungsservice muss mit allen Mobile Foundation-Laufzeitkomponenten eines Clusters kommunizieren können. Wenn eine Verwaltungsoperation wie das Hochladen einer neuen Adapterversion oder das Ändern des aktiven Status einer Anwendung ausgeführt wird, müssen alle Laufzeitkomponenten des Clusters über die Änderung informiert werden. Wenn der Anwendungsserver nicht WebSphere Application Server Network Deployment ist, kann diese Kommunikation nur stattfinden, wenn eine Farm konfiguriert ist. Weitere Informationen finden Sie unter Einschränkungen für den MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und -Liveaktualisierungsservice sowie für die MobileFirst-Foundation-Laufzeit.

Die Laufzeit kommuniziert auch über HTTP oder HTTPS mit dem Verwaltungsservice, um große Artefakte (z. B. Adapter) herunterzuladen. Der Verwaltungsservice generiert eine URL und die Laufzeit öffnet eine abgehende HTTP- oder HTTPS-Verbindung, um über diese URL ein Artefakt anzufordern. Die standardmäßige Generierung der URL kann durch das Definieren der JNDI-Eigenschaften mfp.admin.proxy.port, mfp.admin.proxy.protocol und mfp.admin.proxy.host im Verwaltungsservice außer Kraft gesetzt werden. Der Verwaltungsservice muss unter Umständen auch über HTTP oder HTTPS mit der Laufzeit kommunizieren, um OAuth-Token für die Ausführung der Push-Operationen abzurufen. Weitere Informationen finden Sie unter Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Verwaltungsservice, MobileFirst-Server-Push-Service und Autorisierungsserver

Für die Kommunikation zwischen der Laufzeit und dem Verwaltungsservice werden die folgenden JNDI-Eigenschaften verwendet:

MobileFirst-Server-Verwaltungsservice

MobileFirst-Foundation-Laufzeit

Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und MobileFirst-Foundation-Laufzeit auf anderen Servern

Wie bereits unter Abläufe zwischen MobileFirst-Foundation-Laufzeit und MobileFirst-Server-Verwaltungsservice erläutert, muss ein Verwaltungsservice mit allen Laufzeitkomponenten eines Clusters kommunizieren können. Wenn eine Verwaltungsoperation ausgeführt wird, können so alle Laufzeitkomponenten eines Clusters über diese Änderung informiert werden. Die Kommunikation erfolgt über JMX.

In WebSphere Application Server Network Deployment kann diese Kommunikation ohne weitere Konfigurationsschritte stattfinden. Alle JMX-MBeans, die mit derselben Umgebungs-ID korrespondieren, werden vom Deployment Manager abgerufen.

In einem Cluster mit eigenständigem WebSphere Application Server, WebSphere Application Server Liberty Profile oder Apache Tomcat ist die Kommunikation nur möglich, wenn eine Farm konfiguriert ist. Weitere Informationen finden Sie unter Server-Farm installileren.

Abläufe zwischzen MobileFirst-Server-Verwaltungsservice, MobileFirst-Laufzeit und Deployment Manager in WebSphere Application Server Network Deployment

In WebSphere Application Server Network Deployment kommunizieren die Laufzeit und der Verwaltungsservice mit dem Deployment Manager, um die unter Abläufe zwischen MobileFirst-Foundation-Laufzeit und MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und MobileFirst-Foundation-Laufzeit auf anderen Servern angegebenen JMX-Beans abzurufen. Die entsprechenden JNDI-Eigenschaften sind mfp.admin.jmx.dmgr.* (siehe JNDI-Eigenschaften für den Verwaltungsservice: JMX).

Für Operationen, die eine Kommunikation zuwischen der Laufzeit und dem Verwaltungsservice erfordern, muss der Deployment Manager akjtiv sein. Eine solche Operation könnte eine Laufzeitinitialisierung oder die Benachrichtigung über eine Änderung durch den Verwaltungsservice sein.

Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Push-Service, MobileFirst-Foundation-Laufzeit und MobileFirst Analytics

Die Laufzeit sendet Daten über HTTP oder HTTPS an MobileFirst Analytics. Diese Kommunikation wird mit folgenden JNDI-Eigenschaften der Laufzeit definiert:

  • mfp.analytics.url: URL, die vom MobileFirst Analytics Service zugänglich gemacht wird, damit er von der Laufzeit eingehende Analysedaten empfangen kann. Beispiel: http://<Hostname>:<Port>/analytics-service/rest

    Wenn MobileFirst Analytics als Cluster installiert ist, können die Daten an beliebig viele Clulster-Member gesendet werden.

  • mfp.analytics.username: Benutzername für den Zugriff auf den MobileFirst Analytics Service. Der Analyseservice wird durch eine Sicherheitsrolle geschützt.
  • mfp.analytics.password: Kennwort für den Zugriff auf den Analyseservice
  • mfp.analytics.console.url: URL, die an die MobileFirst Operations Console übergeben wird, um einen Link zur MobileFirst Analytics Console anzuzeigen. Beispiel: http://<Hostname>:<Port>/analytics/console

Diese Kommunikation wird mit folgenden JNDI-Eigenschaften des Push-Service definiert: * mfp.push.analytics.endpoint: URL, die vom MobileFirst Analytics Service zugänglich gemacht wird, damit er vom Push-Service eingehende Analysedaten empfangen kann. Beispiel: http://<Hostname>:<Port>/analytics-service/rest

Wenn MobileFirst Analytics als Cluster installiert ist, können die Daten an beliebig viele Clulster-Member gesendet werden.

  • mfp.push.analytics.username: Benutzername für den Zugriff auf den MobileFirst Analytics Service. Der Analyseservice wird durch eine Sicherheitsrolle geschützt.
  • mfp.push.analytics.password: Kennwort für den Zugriff auf den Analyseservice

Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und MobileFirst-Server-Liveaktualisierungsservice

Der Verwaltungsservice kommuniziert mit dem Liveaktualisierungsservice, um Konfigurationsdaten von Mobile Foundation-Artefakten zu speichern und abzurufen. Die Kommunikation erfolgt über HTTP oder HTTPS.

Die URL für den Kontakt zum Liveaktualisierungsservice wird automatisch vom Verwaltungsservice generiert. Beide Services müssen sich in demselben Anwendungsserver befinden. Das Kontextstammverzeichnis des Liveaktualisierungsservice wird wie folgt definiert: <Kontextstammverzeichnis_des_Verwaltungsservice>config. Wenn das Kontextstammverzeichnis des Verwaltungsservice beispielsweise mfpadmin ist, muss der Liveaktualisierungsservice das Kontextstammverzeichnis mfpadminconfig haben. Die standardmäßige Generierung der URL kann durch das Definieren der JNDI-Eigenschaften mfp.admin.proxy.port, mfp.admin.proxy.protocol und mfp.admin.proxy.host im Verwaltungsservice außer Kraft gesetzt werden.

Diese Kommunikation zwischen den beiden Services wird mit folgenden JNDI-Eigenschaften konfiguriert:

Abläufe zwischen MobileFirst Operations Console und MobileFirst-Server-Verwaltungsservice

Die MobileFirst Operations Console ist eine Webbenutzerschnittstelle und agiert als Front-End für den Verwaltungsservice. Sie kommuniziert über HTTP oder HTTPS mit den REST-Services des Verwaltungsservice. Die Benutzer, die die Konsole verwenden dürfen, müssen auch berechtigt sein, den Verwaltungsservice zu verwenden. Jeder Benutzer, der einer bestimmten Sicherheitsrolle der Konsole zugeordnet ist, muss der gleichen Sicherheitsrolle des Verwaltungsservice zugeordnet sein. Mit diesem Setup kann der Service die Anforderungen von der Konsole akzeptieren.

Die zum Konfigurieren dieser Kommunikation verwendeten JNDI-Eigenschaften sind unter JNDI-Eigenschaften für die MobileFirst Operations Console angegeben.

Hinweis: Die Eigenschaft mfp.admin.endpoint ermöglicht der Konsole, den Verwaltungsservice zu finden. Sie können den Stern (*) als Platzhalterzeichen verwenden, wenn Sie angeben möchten, dass die von der Konsole für den Kontakt zum Verwaltungsservice generierte URL den gleichen Wert wie die bei der Konsole eingehende HTTP-Anforderung verwenden soll. Die Angabe *://*:*/mfpadmin bedeutet beispielsweise, dass die Services dasselbe Protokoll, denselben Host und denselben Port wie die Konsole verwenden, aber mfpadmin als Kontextstammverzeichnis. Diese Eigenschaft wird für die Konsolenanwendung angegeben.

Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Verwaltungsservice, MobileFirst-Server-Push-Service und Autorisierungsserver

Der Verwaltungsservice kommuniziert mit dem Push-Service, um diverse Push-Operationen anzufordern. Diese Kommunikation wird mit dem OAuth-Protokoll geschützt. Beide Services müssen als vertrauliche Clients registriert sein. Eine erste Registrierung kann bei der Installation durchgeführt werden. Dafür müssen beide Services Kontakt zu einem Autorisierungsserver aufnehmen. Die Mobile Foundation-Laufzeit kann als dieser Autorisierungsserver agieren.

Diese Kommunikation wird mit folgenden JNDI-Eigenschaften des Verwaltungssservice konfiguriert:

  • mfp.admin.push.url: URL des Push-Service
  • mfp.admin.authorization.server.url: URL des Mobile Foundation-Autorisierungsservers
  • mfp.admin.authorization.client.id: Client-ID des Verwaltungsservice als vertraulicher OAuth-Client
  • mfp.admin.authorization.client.secret: Geheimer Code zum Abrufen OAuth-basierter Token

Hinweis: Die Eigenschaften mfp.push.authorization.client.id und mfp.push.authorization.client.secret des Verwaltungsservice können verwendet werden, um den Push-Service automatisch als vertraulichen Client zu registrieren, wenn der Verwaltungsservice gestartet wird. Der Push-Service muss mit den gleichen Werten konfiguriert werden.Diese Kommunikation wird mit folgenden JNDI-Eigenschaften des Push-Service konfiguriert:

  • mfp.push.authorization.server.url: URL des Mobile Foundation-Autorisierungsservers. Stimmt mit dem Wert der Eigenschaft mfp.admin.authorization.server.url überein.
  • mfp.push.authorization.client.id: Client-ID des Push-Service für den Kontakt zum Autorisierungsserver
  • mfp.push.authorization.client.secret: Geheimer Code für den Kontakt zum Autorisierungsserver

Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Push-Service und externem Push-Benachrichtigungsservice (abgehend)

Der Push-Service erzeugt abgehende Datenverbindungen zum externen Service, z. B. zum Apple Push Notification Service (APNS) oder zu Google Cloud Messaging (GCM). Diese Kommunikation kann auch über einen Proxy erfolgen. Je nach Benachrichtigungsservice müssen die folgenden JNDI-Eigenschaften festgelegt werden:

  • push.apns.proxy
  • push.gcm.proxy

Weitere Informationen enthält die Liste der JNDI-Eigenschaften für den MobileFirst-Server-Push-Service.

Abläufe zwischen mobilen Geräten und Mobile Foundation-Laufzeit

Die mobilen Geräte nehmen Kontakt zur Laufzeit auf. Die Sicherheit dieser Kommunikation wird durch die Konfiguration der Anwendung und die angeforderten Adapter bestimmt. Weitere Informationen finden Sie unter MobileFirst-Sicherheitsframework.

Einschränkungen für die MobileFirst-Server-Komponenten und für MobileFirst Analytics

Bevor Sie sich für eine Servertopologie entscheiden, sollten Sie sich mit den Einschränkungen für die verschiedenen MobileFirst-Server-Komponenten und für MobileFirst Analytics beschäftigen.

Einschränkungen für den MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und -Liveaktualisierungsservice sowie für die MobileFirst-Foundation-Laufzeit

Nachfolgend sind die Einschränkungen und Implementierungsmodi für den Verwaltungsservice, den Liveaktualisierungsservice und die Laufzeit geordnet nach Servertopologien beschrieben.

Der Liveaktualisierungsservice muss immer zusammen mit dem Verwaltungsservice in einem Anwendungsserver installiert werden (siehe Erläuterungen unter Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und MobileFirst-Server-Liveaktualisierungsservice). Das Kontextstammverzeichnis des Liveaktualisierungsservice wird wie folgt definiert: /<Kontextstammverzeichnis_des_Verwaltungsservice>config. Wenn das Kontextstammverzeichnis des Verwaltungsservice beispielsweise /mfpadmin ist, muss der Liveaktualisierungsservice das Kontextstammverzeichnis /mfpadminconfig haben.

Sie können die folgenden Anwendungsservertopologien verwenden:

  • Eigenständiger Server: WebSphere Application Server Liberty Profile, Apache Tomcat oder WebSphere Application Server Full Profile
  • Server-Farm: WebSphere Application Server Liberty Profile, Apache Tomcat oder WebSphere Application Server Full Profile
  • WebSphere-Application-Server-Network-Deployment-Zelle
  • Liberty-Verbund

Implementierungsmodi

Für die Implementierung des Verwaltungsservice, des Liveaktualisierungsservice und der Laufzeit in der Anwendungsserverinfrastruktur gibt es je nach verwendeter Anwendungsservertopologie zwei Modi. Bei einer asymmetrischen Implementierung können Sie die Laufzeiten in anderen Anwendungsservern als den Verwaltungsservice und den Liveaktualisierungsservice installieren.

Symmetrische Implementierung
Bei einer symmetrischen Implementierung müssen Sie die Mobile Foundation-Verwaltungskomponenten (Anwendungen für die MobileFirst Operations Console, den Verwaltungsservice und den Liveaktualisierungsservice) und die Laufzeit in demselben Anwendungsserver installieren.

Asymmetrische Implementierung
Bei einer asymmetrischen Implementierung können Sie die Laufzeiten in anderen Anwendungsservern als die MobileFirst-Foundation-Verwaltungskomponenten installieren.
Die asymmetrische Implementierung wird nur für die Topologie einer WebSphere-Application-Server-Network-Deployment-Zelle und eines Liberty-Verbundes unterstützt.

Wählen Sie eine Topologie aus:

Eigenständige Servertopologie

Sie können für WebSphere Application Server Full Profile, WebSphere Application Server Liberty Profile und Apache Tomcat eine eigenständige Topologie konfigurieren. In dieser Topologie werden die Verwaltungskomponenten und Laufzeiten alle in einer Java Virtual Machine (JVM) implementiert.

![Eigenständige Topologie(standalone_topology.jpg)

Bei einer JVM ist nur eine symmetrische Implementierung mit folgenden Merkmalen möglich:

  • Verwaltungskomponenten können implementiert werden. Jede MobileFirst Operations Console kommuniziert mit einem Verwaltungsservice und einem Liveaktualisierungsservice.
  • Laufzeiten können implementiert werden.
  • Eine MobileFirst Operations Console kann mehrere Laufzeiten verwalten.
  • Eine Laufzeit wird von nur einer MobileFirst Operations Console verwaltet.
  • Jeder Verwaltungsservice verwendet sein eigenes Verwaltungsdatenbankschema.
  • Jeder Liveaktualisierungsservice verwendet sein eigenes Datenbankschema.
  • Jede Laufzeit verwendet ihr eigenes Laufzeitdatenbankschema.

JNDI-Eigenschaften konfigurieren

Einige JNDI-Eigenschaften sind erforderlich, um die JMX-Kommunikation (Java Management Extensions) zwischen dem Verwaltungsservice und der Laufzeit zu ermöglichen und den Verwaltungsservice, der eine Laufzeit verwaltet, zu definieren. Einzelheiten zu diesen Eigenschaften enthalten die Liste der JNDI-Eigenschaften für den MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und die Liste der JNDI-Eigenschaften für die MobileFirst-Laufzeit.

Eigenständiger Server mit WebSphere Application Server Liberty Profile
Für die Verwaltungsservices und Laufzeiten sind die folgenden globalen JNDI-Eigenschaften erforderlich.

JNDI-Eigenschaften Werte
mfp.topology.platform Liberty
mfp.topology.clustermode Standalone
mfp.admin.jmx.host Hostname des Servers mit WebSphere Application Server Liberty Profile
mfp.admin.jmx.port Port des REST-Connectors, der der Port des Attributs httpsPort ist, das im Element <httpEndpoint> der Datei server.xml des Servers mit WebSphere Application Server Liberty Profile deklariert ist. Diese Eigenschaft hat keinen Standardwert.
mfp.admin.jmx.user Benutzername des WebSphere-Application-Server-Liberty-Administrators, der mit dem im Element <administrator-role> der Datei server.xml des Servers mit WebSphere Application Server Liberty Profile definierten Namen übereinstimmen muss.
mfp.admin.jmx.pwd Kennwort des WebSphere-Application-Server-Benutzers mit Administratorberechtigung

Sie können in einer JVM mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, die unterschiedliche Laufzeiten verwalten.

Wenn Sie mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, müssen Sie Folgendes angeben:

  • Für jeden Verwaltungsservice einen eindeutigen Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid
  • Für jede Laufzeit den Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid, der für den Verwaltungsservice definiert ist, der die jeweilige Laufzeit verwaltet

Eigenständiger Apache-Tomcat-Server Für die Verwaltungsservices und Laufzeiten sind die folgenden lokalen JNDI-Eigenschaften erforderlich.

JNDI-Eigenschaften Werte
mfp.topology.platform Tomcat
mfp.topology.clustermode Standalone

JVM-Eigenschaften sind auch für die Definition von JMX (Java Management Extensions) RMI (Remote Method Invocation) erforderlich. Weitere Informationen finden Sie unter JMX-Verbindung für Apache Tomcat konfigurieren.

Wenn der Apache Tomcat Server hinter einer Firewall ausgeführt wird, sind die JNDI-Eigenschaften mfp.admin.rmi.registryPort und mfp.admin.rmi.serverPort für den Verwaltungsservice erforderlich (siehe JMX-Verbindung für Apache Tomcat konfigurieren).

Sie können in einer JVM mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, die unterschiedliche Laufzeiten verwalten.
Wenn Sie mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, müssen Sie Folgendes angeben:

  • Für jeden Verwaltungsservice einen eindeutigen Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid
  • Für jede Laufzeit den Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid, der für den Verwaltungsservice definiert ist, der die jeweilige Laufzeit verwaltet

Eigenständiger WebSphere Application Server
Für die Verwaltungsservices und Laufzeiten sind die folgenden lokalen JNDI-Eigenschaften erforderlich.

JNDI-Eigenschaften Werte
mfp.topology.platform WAS
mfp.topology.clustermode Standalone
mfp.admin.jmx.connector JMX-Connectortyp. Der Wert kann SOAP oder RMI sein.

Sie können in einer JVM mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, die unterschiedliche Laufzeiten verwalten.
Wenn Sie mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, müssen Sie Folgendes angeben:

  • Für jeden Verwaltungsservice einen eindeutigen Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid
  • Für jede Laufzeit den Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid, der für den Verwaltungsservice definiert ist, der die jeweilige Laufzeit verwaltet

Server-Farmtopologie

Sie können eine Farm mit den Anwendungsservern WebSphere Application Server Full Profile, WebSphere Application Server Liberty Profile oder Apache Tomcat konfigurieren.

Ein Farm besteht aus einzelnen Servern, in denen die gleichen Komponenten implementiert sind und die eine gemeinsame Datenbank für den Verwaltungsservice und eine gemeinsame Laufzeitdatenbank verwenden. In einer Farmtopologie kann die Arbeitslast von Mobile Foundation-Anwendungen auf mehrere Server verteilt werden. Jeder Server der Farm muss eine Java Virtual Machine (JVM) desselben Anwendungsservertyps sein. Eine Server-Farm ist somit homogen. Mehrere Liberty-Server können beispielsweise als eine Server-Farm konfiguriert werden. Eine Kombination von Liberty-Server und Tomcat-Server oder eigenständigem WebSphere Application Server kann im Gegensatz dazu nicht als Server-Farm konfiguriert werden.

In dieser Topologie werden die Verwaltungskomponenten (MobileFirst Operations Console, der Verwaltungsservice und der Liveaktualisierungsservice) und die Laufzeiten in jedem Server der Farm implementiert.

![Topologie einer Server-Farm(server_farm_topology.jpg)

Diese Topologie unterstützt nur die symmetrische Implementierung. Die Laufzeiten und Verwaltungskomponenten müssen in jedem Server der Farm implementiert werden. Die Implementierung dieser Topologie hat folgende Merkmale:

  • Verwaltungskomponenten können implementiert werden. Jede Instanz der MobileFirst Operations Console kommuniziert mit einem Verwaltungsservice und einem Liveaktualisierungsservice.
  • Die Verwaltungskomponenten müssen in allen Servern der Farm implementiert werden.
  • Laufzeiten können implementiert werden.
  • Die Laufzeiten müssen in allen Servern der Farm implementiert werden.
  • Eine MobileFirst Operations Console kann mehrere Laufzeiten verwalten.
  • Eine Laufzeit wird von nur einer MobileFirst Operations Console verwaltet.
  • Jeder Verwaltungsservice verwendet sein eigenes Verwaltungsdatenbankschema. Alle implementierten Instanzen eines Verwaltungsservice verwenden dasselbe Verwaltungsdatenbankschema.
  • Jeder Liveaktualisierungsservice verwendet sein eigenes Datenbankschema. Alle implementierten Instanzen eines Liveaktualisierungsservice verwenden dasselbe Datenbankschema.
  • Jede Laufzeit verwendet ihr eigenes Laufzeitdatenbankschema. Alle implementierten Instanzen einer Laufzeit verwenden dasselbe Laufzeitdatenbankschema.

JNDI-Eigenschaften konfigurieren

Einige JNDI-Eigenschaften sind erforderlich, um die JMX-Kommunikation zwischen dem Verwaltungsservice und der Laufzeit desselben Servers zu ermöglichen und den Verwaltungsservice, der eine Laufzeit verwaltet, zu definieren. Für Ihren Komfort sind diese Eigenschaften in den folgenden Tabellen aufgelistet. Installationsanweisungen für eine Server-Farm finden Sie unter Server-Farm installieren. Weitere Informationen zu den JNDI-Eigenschaften enthalten die Liste der JNDI-Eigenschaften für den MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und die Liste der JNDI-Eigenschaften für die MobileFirst-Laufzeit.

Server-Farm mit WebSphere Application Server Liberty Profile
Für die Verwaltungsservices und Laufzeiten sind in jedem Server der Farm die folgenden globalen JNDI-Eigenschaften erforderlich.

JNDI-Eigenschaften Werte
mfp.topology.platform Liberty
mfp.topology.clustermode Farm
mfp.admin.jmx.host Hostname des Servers mit WebSphere Application Server Liberty Profile
mfp.admin.jmx.port Poer des REST-Connectors, der mit dem Wert des Attributs httpsPort übereinstimmen muss, das im Element httpEndpoint der Datei server.xml des Servers mit WebSphere Application Server Liberty Profile deklariert ist.
<httpEndpoint id="defaultHttpEndpoint" httpPort="9080" httpsPort="9443" host="*" />
mfp.admin.jmx.user Benutzername des WebSphere-Application-Server-Liberty-Administrators, der im Element administrator-role der Datei server.xml des Servers mit WebSphere Application Server Liberty Profile definiert ist.
<administrator-role>
    <user>MfpRESTUser</user>
</administrator-role>
mfp.admin.jmx.pwd Kennwort des WebSphere-Application-Server-Benutzers mit Administratorberechtigung

Die JNDI-Eigenschaft mfp.admin.serverid ist erforderlich, damit der Verwaltungsservice die Server-Farmkonfiguration verwalten kann. Der Wert dieser Eigenschaft ist die Server-ID. Jeder Server in der Farm muss eine andere ID haben.

Sie können in einer JVM mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, die unterschiedliche Laufzeiten verwalten.

Wenn Sie mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, müssen Sie Folgendes angeben:

  • Für jeden Verwaltungsservice einen eindeutigen Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid
  • Für jede Laufzeit den Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid, der für den Verwaltungsservice definiert ist, der die jeweilige Laufzeit verwaltet

Apache-Tomcat-Server-Farm
Für die Verwaltungsservices und Laufzeiten sind in jedem Server der Farm die folgenden globalen JNDI-Eigenschaften erforderlich.

JNDI-Eigenschaften Werte
mfp.topology.platform Tomcat
mfp.topology.clustermode Farm

JVM-Eigenschaften sind auch für die Definition von JMX (Java Management Extensions) RMI (Remote Method Invocation) erforderlich. Weitere Informationen finden Sie unter JMX-Verbindung für Apache Tomcat konfigurieren.

Die JNDI-Eigenschaft mfp.admin.serverid ist erforderlich, damit der Verwaltungsservice die Server-Farmkonfiguration verwalten kann. Der Wert dieser Eigenschaft ist die Server-ID. Jeder Server in der Farm muss eine andere ID haben.

Sie können in einer JVM mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, die unterschiedliche Laufzeiten verwalten.

Wenn Sie mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, müssen Sie Folgendes angeben:

  • Für jeden Verwaltungsservice einen eindeutigen Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid
  • Für jede Laufzeit den Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid, der für den Verwaltungsservice definiert ist, der die jeweilige Laufzeit verwaltet

Server-Farm mit WebSphere Application Server Full Profile
Für die Verwaltungsservices und Laufzeiten sind in jedem Server der Farm die folgenden globalen JNDI-Eigenschaften erforderlich.

JNDI-Eigenschaften Werte
mfp.topology.platform WAS
mfp.topology.clustermode Farm
mfp.admin.jmx.connector SOAP

Die folgenden JNDI-Eigenschaften sind erforderlich, damit der Verwaltungsservice die Server-Farmkonfiguration verwalten kann.

| JNDI-Eigenschaften | Werte | |——————–|——–| | mfp.admin.jmx.user | Name des Benutzers von WebSphere Application Server. Dieser Benutzer muss in der Benutzerregistry von WebSphere Application Server definiert sein. | | mfp.admin.jmx.pwd | Kennwort des WebSphere-Application-Server-Benutzers | | mfp.admin.serverid | Server-ID, die für jeden Server in der Farm eine andere sein muss und mit dem Wert dieser Eigenschaft, die in der Server-Farmkonfigurationsdatei für diesen Server verwendet wird, übereinstimmen muss |

Sie können in einer JVM mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, die unterschiedliche Laufzeiten verwalten.

Wenn Sie mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, müssen Sie die folgenden Werte angeben:

  • Für jeden Verwaltungsservice einen eindeutigen Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid
  • Für jede Laufzeit den Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid, der für den Verwaltungsservice definiert ist, der die jeweilige Laufzeit verwaltet

Topologie eines Liberty-Verbunds

Sie können die MobileFirst-Server-Komponenten in einer Liberty-Verbundtopologie implementieren.

In einer Liberty-Verbundtopologie werden die MobileFirst-Server-Verwaltungskomponenten (MobileFirst Operations Console, Verwaltungsservice und Liveaktualisierungsservice) in einem Verbundcontroller implementiert und die MobileFirst-Foundation-Laufzeiten in einem Verbundmember. Diese Topologie unterstützt nur die asymmetrische Implementierung. Die Laufzeiten können nicht in einem Verbundcontroller implementiert werden.

![Topologie für einen Liberty-Verbund(liberty_collective_topology.jpg)

Die Implementierung dieser Topologie hat folgende Merkmale:

  • Verwaltungskomponenten können in einem Controller oder in mehreren Controllern des Verbunds implementiert werden. Jede Instanz der * * MobileFirst Operations Console kommuniziert mit einem Verwaltungsservice und einem Liveaktualisierungsservice.
  • Laufzeiten können in Clustermembern des Verbunds implementiert werden.
  • Eine MobileFirst Operations Console verwaltet mehrere Laufzeiten, die in den Clustermembern des Verbunds implementiert sind.
  • Eine Laufzeit wird von nur einer MobileFirst Operations Console verwaltet.
  • Jeder Verwaltungsservice verwendet sein eigenes Verwaltungsdatenbankschema.
  • Jeder Liveaktualisierungsservice verwendet sein eigenes Datenbankschema.
  • Jede Laufzeit verwendet ihr eigenes Laufzeitdatenbankschema.

JNDI-Eigenschaften konfigurieren

In den folgenden Tabellen sind die JNDI-Eigenschaften aufgelistet, die erforderlich sind, um die JMX-Kommunikation zwischen dem Verwaltungsservice und der Laufzeit zu ermöglichen und den Verwaltungsservice, der eine Laufzeit verwaltet, zu definieren. Weitere Informationen zu diesen Eigenschaften enthalten die Liste der JNDI-Eigenschaften für den MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und die Liste der JNDI-Eigenschaften für die MobileFirst-Laufzeit. Anweisungen für die manuelle Installation eines Liberty-Verbunds finden Sie unter Manuelle Installation in einem WebSphere-Application-Server-Liberty-Verbund.

Für den Verwaltungsservice sind die folgenden globalen JNDI-Eigenschaften erforderlich:

JNDI-Eigenschaften Werte
mfp.topology.platform Liberty
mfp.topology.clustermode Cluster
mfp.admin.serverid Controller
mfp.admin.jmx.host Hostmane des Liberty-Controllers
mfp.admin.jmx.port Port des REST-Connectors, der mit dem Wert des Attributs httpsPort übereinstimmen muss, das im Element httpEndpoint der Datei server.xml des Liberty-Controllers deklariert ist.
<httpEndpoint id="defaultHttpEndpoint" httpPort="9080" httpsPort="9443" host="*"/>
mfp.admin.jmx.user Benutzername des Controlleradministrators, der im Element administrator-role der Datei server.xml des Liberty-Controllers definiert ist
<administrator-role> <user>MfpRESTUser</user> </administrator-role>
mfp.admin.jmx.pwd Kennwort des Liberty-Controllerbenutzers mit Verwaltungsaufgaben

Sie können mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, um dem Controller zu ermöglichen, separate Verwaltungskomponenten auszuführen, die verschiedene Laufzeiten verwalten.

Wenn Sie mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, müssen Sie für jeden Verwaltungsservice einen eindeutigen Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid angeben.

Für die Laufzeiten sind die folgenden globalen JNDI-Eigenschaften erforderlich:

JNDI-Eigenschaften Werte
mfp.topology.platform Liberty
mfp.topology.clustermode Cluster
mfp.admin.serverid Wert, über den das Verbundmember eindeutig identifiziert werden kann. Für jedes Member des Verbunds muss ein anderer Wert angegeben werden. Der Wert controller kann nicht verwendet werden, weil er für den Verbundcontroller reserviert ist.
mfp.admin.jmx.host Hostmane des Liberty-Controllers
mfp.admin.jmx.port Port des REST-Connectors, der mit dem Wert des Attributs httpsPort übereinstimmen muss, das im Element httpEndpoint der Datei server.xml des Liberty-Controllers deklariert ist.
<httpEndpoint id="defaultHttpEndpoint" httpPort="9080" httpsPort="9443" host="*"/>
mfp.admin.jmx.user Benutzername des Controlleradministrators, der im Element administrator-role der Datei server.xml des Liberty-Controllers definiert ist
<administrator-role> <user>MfpRESTUser</user> </administrator-role>
mfp.admin.jmx.pwd Kennwort des Liberty-Controllerbenutzers mit Verwaltungsaufgaben

Die folgende JNDI-Eigenschaft ist für die Laufzeit erforderlich, wenn mehrere Controller (Replikate) die gleichen Verwaltungskomponenten verwenden:

JNDI-Eigenschaften Werte
mfp.admin.jmx.replica Syntax der Endpunktliste mit den verschiedenen Controllerreplikaten: replica-1 hostname:replica-1 port, replica-2 hostname:replica-2 port,..., replica-n hostname:replica-n port

Wenn im Controller mehrere Verwaltungskomponenten implementiert werden, muss jede Laufzeit für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid den Wert verwwenden, der für den Verwaltungsservice definiert ist, der die jeweilige Laufzeit verwaltet.

WebSphere-Application-Server-Network-Deployment-Topologien

Die Verwaltungskomponenten und Laufzeiten werden in Servern oder Clustern der WebSphere-Application-Server-Network-Deployment-Zelle implementiert.

Beispiele für solche Topologien unterstützen die asymmetrische und/oder symmetrische Implementierung. Sie können beispielsweise die Verwaltungskomponenten (MobileFirst Operations Console, Verwaltungservice und Liveaktualisierungsservice) in einem Cluster und die von diesen Komponenten verwalteten Laufzeiten in einem anderen Cluster implementieren.

Symmetrische Implementierung innerhalb eines Servers oder Clusters

Das folgende Diagramm zeigt eine symmetrische Implementierung, bei der die Laufzeiten und Verwaltungskomponenten in demselben Server oder Cluster implementiert sind.

![WAS-ND-Topologie(was_nd_topology_1.jpg)

Die Implementierung dieser Topologie hat folgende Merkmale:

  • Verwaltungskomponenten können in einem Server oder in mehreren Servern der Zelle implementiert werden. Jede Instanz der * MobileFirst Operations Console kommuniziert mit einem Verwaltungsservice und einem Liveaktualisierungsservice.
  • Laufzeiten können in demselben Server oder Cluster implementiert werden wie die Verwaltungskomponenten, die die Laufzeiten verwalten.
  • Eine Laufzeit wird von nur einer MobileFirst Operations Console verwaltet.
  • Jeder Verwaltungsservice verwendet sein eigenes Verwaltungsdatenbankschema.
  • Jeder Liveaktualisierungsservice verwendet sein eigenes Datenbankschema.
  • Jede Laufzeit verwendet ihr eigenes Laufzeitdatenbankschema.

Asymmetrische Implementierung mit Laufzeiten und Verwaltungsservices in verschiedenen Servern oder Clustern

Das folgende Diagramm zeigt eine Topologie, bei der die Laufzeiten in einem anderen Server oder Cluster als die Verwaltungsservices implementiert sind.

![WAS-ND-Topologie(was_nd_topology_2.jpg)

Die Implementierung dieser Topologie hat folgende Merkmale:

  • Verwaltungskomponenten können in einem Server oder in mehreren Servern der Zelle implementiert werden. Jede Instanz der * MobileFirst Operations Console kommuniziert mit einem Verwaltungsservice und einem Liveaktualisierungsservice.
  • Laufzeiten können in anderen Servern oder Clustern der Zelle implementiert werden.
  • Eine MobileFirst Operations Console verwaltet mehrere Laufzeiten, die in anderen Servern oder Clustern der Zelle implementiert sind.
  • Eine Laufzeit wird von nur einer MobileFirst Operations Console verwaltet.
  • Jeder Verwaltungsservice verwendet sein eigenes Verwaltungsdatenbankschema.
  • Jeder Liveaktualisierungsservice verwendet sein eigenes Datenbankschema.
  • Jede Laufzeit verwendet ihr eigenes Laufzeitdatenbankschema.

Diese Topologie ist vorteilhaft, weil die Laufzeiten von den Verwaltungskomponenten und von anderen Laufzeiten isoliert werden können. Sie kann für die Leistungsisolation, die Isolation kritischer Anwendungen und die Durchsetzung des Service Level Agreement (SLA) genutzt werden.

Symmetrische und asymmetrische Implementierung

Das folgende Diagramm zeigt ein Beispiel für eine symmetrische Implementierung in Cluster 1 und eine asymmetrische Implementierung in Cluster 2, bei der die Laufzeit 2 und die Laufzeit 3 in einem anderen Cluster als die Verwaltungskomponenten implementiert sind. Die MobileFirst Operations Console verwaltet die in Cluster 1 und Cluster 2 implementierten Laufzeiten.

![WAS-ND-Topologie(was_nd_topology_3.jpg)

Die Implementierung dieser Topologie hat folgende Merkmale:

  • Verwaltungskomponenten können in einem Server oder in mehreren Servern der Zelle implementiert werden. Jede Instanz der MobileFirst Operations Console kommuniziert mit einem Verwaltungsservice und einem Liveaktualisierungsservice.
  • Laufzeiten können in einem Server oder in mehreren Servern der Zelle implementiert werden.

  • Eine MobileFirst Operations Console kann mehrere Laufzeiten verwalten, die in demselben oder in anderen Servern oder Clustern der Zelle implementiert sind.
  • Eine Laufzeit wird von nur einer MobileFirst Operations Console verwaltet.
  • Jeder Verwaltungsservice verwendet sein eigenes Verwaltungsdatenbankschema.
  • Jeder Liveaktualisierungsservice verwendet sein eigenes Datenbankschema.
  • Jede Laufzeit verwendet ihr eigenes Laufzeitdatenbankschema.

JNDI-Eigenschaften konfigurieren

Einige JNDI-Eigenschaften sind erforderlich, um die JMX-Kommunikation zwischen dem Verwaltungsservice und der Laufzeit zu ermöglichen und den Verwaltungsservice, der eine Laufzeit verwaltet, zu definieren. Einzelheiten zu diesen Eigenschaften enthalten die Liste der JNDI-Eigenschaften für den MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und die Liste der JNDI-Eigenschaften für die MobileFirst-Laufzeit.

Für die Verwaltungsservices und Laufzeiten sind die folgenden lokalen JNDI-Eigenschaften erforderlich:

JNDI-Eigenschaften Werte
mfp.topology.platform WAS
mfp.topology.clustermode Cluster
mfp.admin.jmx.connector JMX-Connectortyp für die Verbindung zum Deployment Manager. Der Wert kann SOAP oder RMI sein. SOAP ist der bevorzugte Wert und der Standardwert. RMI muss verwendet werden, wenn der SOAP-Port inaktiviert ist.
mfp.admin.jmx.dmgr.host Hostname des Deployment Manager
mfp.admin.jmx.dmgr.port Vom Deployment Manager verwendeter RMI- oder SOAP-Port (je nach Wert von mfp.admin.jmx.connector)

Sie können verschiedene Verwaltungskomponenten, die jeweils unterschiedliche Laufzeiten verwalten, in demselben Server oder Cluster ausführen.

Wenn Sie mehrere Verwaltungskomponenten implementieren, müssen Sie Folgendes angeben:

  • Für jeden Verwaltungsservice einen eindeutigen Wert für die lokale JNDI-Eigenschaft mfp.admin.environmentid
  • Für jede Laufzeit den Wert für die lokale Eigenschaft mfp.admin.environmentid, der für den Verwaltungsservice definiert ist, der die jeweilige Laufzeit verwaltet

Wenn der virtuelle Host, der dem Verwaltungsservice zugeordnet ist, nicht der Standardhost ist, müssen Sie im Verwaltungsservice die folgenden Eigenschaften festlegen:

  • mfp.admin.jmx.user: Benutzername des WebSphere-Application-Server-Administrators
  • mfp.admin.jmx.pwd: Kennwort des WebSphere-Application-Server-Administrators

Reverse Proxy mit Server-Farm- und WebSphere-Application-Server-Network-Deployment-Topologie verwenden

Für verteilte Topologien können Sie einen Reverse Proxy verwenden. Wenn Ihre Topologie einen Reverse Proxy enthält, konfigurieren Sie die erforderlichen JNDI-Eigenschaften für den Verwaltungsservice.

Sie können vorgeschaltet vor eine Server-Farmtopologie oder eine Topologie mit WebSphere Application Server Network Deployment einen Reverse Proxy nutzen, z. B. IBM HTTP Server. In dem Fall müssen Sie die Verwaltungskomponenten entsprechend konfigurieren.

Der Reverse Proxy kann wie folgt aufgerufen werden:

  • Vom Browser aus, wenn Sie auf die MobileFirst Operations Console zugreifen
  • Von der Laufzeit aus, wenn diese den Verwaltungsservice aufruft
  • Von der MobileFirst Operations Console aus, wenn diese den Verwaltungsservice aufruft

Wenn sich der Reverse Proxy in einer Datenverwaltungszone (einer Firewallkonfiguration für den Schutz lokaler Netze) befindet und zwischen dieser Zone und dem internen Netz eine Firewall verwendet wird, muss diese Firewall alle von den Anwendungsservern eingehenden Anforderungen autorisieren.

Ist der Anwendungsserverinfrastruktur ein Reverse Proxy vorgeschaltet, müssen für den Verwaltungsservice die folgenden JNDI-Eigenschaften definiert werden.

JNDI-Eigenschaften Werte
mfp.admin.proxy.protocol Protokoll für die Kommunikation mit dem Reverse Proxy (HTTP oder HTTPS)
mfp.admin.proxy.host Hostname des Reverse Proxy
mfp.admin.proxy.port Portnummer des Reverse Proxy

Die Eigenschaft mfp.admin.endpoint, die auf die URL des Reverse Proxy verweist, ist auch für die MobileFirst Operations Console erforderlich.

Einschränkungen für den MobileFirst-Server-Push-Service

Der Push-Service kann sich in demselben Anwendungsserver wie der Verwaltungsservice oder die Laufzeit befinden oder in einem anderen Anwendungsserver. Client-Apps nehmen über die URL Kontakt zum Push-Service auf, die sie auch für den Kontakt zur Laufzeit verwenden, nur dass das Kontextstammverzeichnis der Laufzeit durch imfpush ersetzt wird. Wenn Sie den Push-Service auf einem anderen Server als die Laufzeit installieren möchten, muss Ihr HTTP-Server den für das Kontextstammverzeichnis /imfpush bestimmten Datenverkehr zu einem Server umleiten, auf dem der Push-Service ausgeführt wird.

Weitere Informationen zu den JNDI-Eigenschaften für die Anpassung der Installation an eine Topologie finden Sie unter Abläufe zwischen MobileFirst-Server-Verwaltungsservice, MobileFirst-Server-Push-Service und Autorisierungsserver. Der Pushservice muss mit dem Kontextstammverzeichnis /imfpush installiert werden.

Mehrere MobileFirst-Foundation-Laufzeiten implementieren

Sie können mehrere Laufzeiten implementieren. Jede Laufzeit muss ein eigenes Kontextstammverzeichnis haben, und alle Laufzeiten müssen mit einem MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und einer MobileFirst Operations Console verwaltet werden.

Die bestehenden Einschränkungen sind unter Einschränkungen für den MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und -Liveaktualisierungsservice sowie für die MobileFirst-Foundation-Laufzeit beschrieben. Für jede Laufzeit (mit eigenem Kontextstammverzeichnis) muss es eigene Datenbanktabellen geben.

Anweisungen finden Sie unter Mehrere Laufzeiten konfigurieren.

Mehrere Instanzen von MobileFirst Server innerhalb eines Servers oder in einer WebSphere-Application-Server-Zelle

Wenn Sie eine gemeinsame Umgebungs-ID festlegen, können Sie in einem Server mehrere Instanzen von MobileFirst Server installieren.

Sie können mehrere Instanzen des MobileFirst-Server-Verwaltungsservice und -Liveaktualisierungsservice sowie der MobileFirst-Foundation-Laufzeit in einem Anwendungsserver oder in einer WebSphere-Application-Server-Zelle installieren. Die Installationen müssen jedoch unterschieden werden können. Verwenden Sie dafür die Variable mfp.admin.environmentid für den Verwaltungsservice und die Laufzeit. Der Verwaltungsservice verwaltet nur die Laufzeitumgebungen, die dieselbe Umgebungs-ID haben. Daher werden nur die Laufzeitkomponenten und der Verwaltungsservice mit übereinstimmendem Wert für mfp.admin.environmentid als Teil derselben Installation betrachtet.

Last modified on August 22, 2017