Lizenzüberwachung

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Übersicht

Die Lizenzüberwachung ist in der IBM Mobile Foundation standardmäßig aktiviert, sodass für die Lizenzierungsrichtlinie relevante Metriken wie aktive Clientgeräte, adressierbare Geräte und installierte Apps überwacht werden.Mithilfe dieser Angaben kann festgestellt werden, ob die aktuelle Nutzung der Mobile Foundation im Rahmen der Lizenzberechtigungen liegt. Potenzielle Lizenzverstöße lassen sich so verhindern.

Dadurch, dass MobileFirst-Administratoren die Nutzung der Clientgeräte überwachen, können sie feststellen, ob die Geräte aktiv sind, und Geräte stilllegen, die nicht mehr auf die MobileFirst Server zugreifen. Dies träfe beispielsweise zu, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.

Fahren Sie mit folgenden Abschnitten fort:

Angaben zur Anwendungslizenz festlegen

Hier erfahren Sie, wie die Angaben zur Anwendungslizenz für Apps, die Sie bei MobileFirst Server registrieren, festgelegt werden.

In den Lizenzbedingungen wird zwischen IBM Mobile Foundation, IBM Mobile Foundation Consumer, IBM Mobile Foundation Enterprise und IBM MobileFirst Additional Brand Deployment unterschieden. Legen Sie die Lizeninformationen einer Anwendung fest, wenn Sie sie bei einem Server registrieren, damit die richtigen Lizenzinformationen für die Lizenzüberwachungsberichte generiert werden. Wenn Ihr Server für die Tokenlizenzierung konfiguriert ist, checkt der Lizenzserver ausgehend von den Lizenzinformationen das richtige Feature aus.

Sie können den Anwendungstyp und den Tokenlizenztyp festlegen. Gültige Werte für den Anwendungstyp:

  • B2C: Verwenden Sie diesen Anwendungstyp, wenn Ihre Anwendung für IBM Mobile Foundation Consumer lizenziert ist.
  • B2E: Verwenden Sie diesen Anwendungstyp, wenn Ihre Anwendung für IBM Mobile Foundation Enterprise lizenziert ist.
  • UNDEFINED: Verwenden Sie diesen Anwendungstyp, wenn Sie die Konformität für die Metrik “Adressierbare Geräte” nicht verfolgen möchten.

Gültige Werte für den Tokenlizenztyp:

  • APPLICATION: Dies ist der Standardwert, den Sie für die meisten Anwendungen verwenden können.
  • ADDITIONAL_BRAND_DEPLOYMENT: Verwenden Sie ADDITIONAL_BRAND_DEPLOYMENT, wenn Ihre Anwendung als IBM MobileFirst Additional Brand Deployment lizenziert ist.
  • NON_PRODUCTION: Verwenden Sie NON_PRODUCTION, wenn Sie die Anwendung auf dem Produktionsserver entwickeln und testen. Für Anwendungen mit demn Tokenlizenztyp NON_PRODUCTION wird kein Token ausgecheckt.

Wichtiger Hinweis: Die Verwendung von NON_PRODUCTION für eine in der Produktion eingesetzte App stellt einen Bruch der Lizenzvereinbarung dar.

Hinweis: Wenn Ihr Server für die Tokenlizenzierung konfiguriert ist und Sie eine Anwendung mit dem Tokenlizenztyp ADDITIONAL_BRAND_DEPLOYMENT oder NON_PRODUCTION registrieren möchten, legen Sie die Lizenzinformationen für die Anwendung fest, bevor Sie die erste Version der Anwendung registrieren. Mit dem Programm mfpadm können Sie die Lizeninformationen für eine Anwendung festlegen, bevor eine Version registriert wird. Nach dem Festlegen der Lizenzinformationen wird beim Registrieren der ersten Version der App die richtige Anzahl Token ausgecheckt. Weitere Informationen zur Tokenvalidierung finden Sie unter “Validierung von Tokenlizenzen”.

Gehen Sie wie folgt vor, um den Lizenztyp in der MobileFirst Operations Console festzulegen:

  1. Wählen Sie Ihre Anwendung aus.
  2. Wählen Sie Einstellungen aus.
  3. Legen Sie den Anwendungstyp und den Tokenlizenztyp fest.
  4. Klicken Sie auf Speichern.

Wenn Sie den Lizenztyp mit dem Programm mfpadm festlegen möchten, verwenden Sie mfpadm app <App-Name> set license-config <Anwendungstyp> <Tokenlizenztyp>.

Im folgenden Beispiel werden für die Anwendung my.test.application die Lizeninformationen B2E/APPLICATION festgelegt.

echo password:admin > password.txt
mfpadm --url https://localhost:9443/mfpadmin --secure false --user admin \ --passwordfile password.txt \ app mfp my.test.application ios 0.0.1 set license-config B2E APPLICATION
rm password.txt

Lizenzüberwachungsbericht

Die Mobile Foundation stellt für die Metriken “Clientgeräte”, “Adressierbare Geräte” und “Anwendungen” einen Lizenzüberwachungsbericht bereit. Dieser Bericht enthält auch Langzeitdaten.

Der Lizenzüberwachungsbericht präsentiert die folgenden Daten:

  • Anzahl der im MobileFirst Server implementierten Anwendungen
  • Anzahl der adressierbaren Geräte im aktuellen Kalendermonat
  • Anzahl der aktiven und stillgelegten Clientgeräte
  • Gemeldete Höchstzahl von Clientgeräten in den letzten n Tagen, wobei n die Anzahl der Inaktivitätstage ist, nach denen das Gerät stillgelegt wird

Wenn Sie die Daten weiter analysieren möchten, können Sie eine CSV-Datei herunterladen, die die Lizenzberichte sowie eine Langzeitauflistung der Lizenzmetriken enthält.

Gehen Sie für den Zugriff auf den Lizenzüberwachungsbericht wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie die MobileFirst Operations Console.
  2. Klicken Sie auf das Menü Hallo Ihr_Name.
  3. Wählen Sie Lizenzen aus.

Wenn Sie den Lizenzüberwachungsbericht als CSV-Datei abrufen möchten, klicken Sie auf Aktionen: Bericht herunterladen.

Validierung von Tokenlizenzen

Wenn Sie IBM MobileFirst Server für die Tokenlizenzierung installieren und konfigurieren, werden vom Server Lizenzen in verschiedenen Szenarien validiert. Wenn Ihre Konfiguration nicht korrekt ist, wird die Lizenz bei der Anwendungsregistrierung oder beim Löschen der Anwendung nicht validiert.

Validierungsszenarien

Es gibt verschiedene Szenarien der Lizenzvalidierung:

Registrierung einer Anwendung

Die Anwendungsregistrierung schlägt fehl, wenn für den Tokenlizenztyp Ihrer Anwendung nicht genug Token verfügbar sind.

Tipp: Bevor Sie die erste Version Ihrer App registrieren, können Sie den Tokenlizenztyp festlegen.

Lizenzen werden pro Anewendung einmal überprüft. Wenn Sie für eine Anwendung eine neue Plattform registrieren oder für eine vorhandene Anwendung und Plattform eine neue Version registrieren, wird ein neues Token angefordert.

Änderung des Tokenlizenztyps

Wenn Sie den Tokenlizenztyp für eine Anwendung ändern, werden die Token für die Anwendung freigegeben und dann für den neuen Lizenztyp zurückgegeben.

Löschen einer Anwendung

Wenn die letzte Version einer Anwendung gelöscht ist, werden die Lizenzen eingecheckt.

Serverstart

Die Lizenz wird für jede registrierte Anwendung ausgecheckt. Der Server inaktiviert Anwendungen, wenn nicht genug Token für alle Anwendungen verfügbar sind.

Wichtiger Hinweis: Die Anwendungen werden nicht automatisch vom Server reaktiviert. Wenn Sie die Anzahl der verfügbaren Token erhöht haben, müssen Sie die Anwendungen manuell reaktivieren. Weitere Informationen zum Inaktivieren und Aktivieren von Anwendungen finden Sie unter Anwendungszugriff auf geschützte Ressourcen über Fernzugriff inaktivieren.

Ablauf der Lizenz

Nach einer bestimmten Zeit laufen die Lizenzen ab und müssen neu ausgecheckt werden. Der Server inaktiviert Anwendungen, wenn nicht genug Token für alle Anwendungen verfügbar sind.

Wichtiger Hinweis: Die Anwendungen werden nicht automatisch vom Server reaktiviert. Wenn Sie die Anzahl der verfügbaren Token erhöht haben, müssen Sie die Anwendungen manuell reaktivieren. Weitere Informationen zum Inaktivieren und Aktivieren von Anwendungen finden Sie unter Anwendungszugriff auf geschützte Ressourcen über Fernzugriff inaktivieren.

Herunterfahren des Servers

Die Lizenz für jede implementierte Anwendung wird beim Herunterfahren des Servers eingecheckt. Die Token werden erst freigegeben, wenn der letzte Server eines Clusters oder einer Farm heruntergefahren ist.

Ursachen für Fehler bei der Lizenzvalidierung

Die Lizenzvalidierung beim Registrieren oder Löschen der Anwendung kann in folgenden Fällen fehlschlagen:

  • Die native Bibliothek von Rational Common Licensing ist nicht installiert und konfiguriert.
  • Der Verwaltungsservice ist nicht für die Tokenlizenzierung konfiguriert. Weitere Informationen finden Sie unter Installation und Konfiguration für die Tokenlizenzierung.
  • Es kann nicht auf Rational License Key Server zugegriffen werden.
  • Es sind nicht genug Token verfügbar.
  • Die Lizenz ist abgelaufen.

IBM Rational License Key Server für die IBM Mobile Foundation

Je nach Lizenztyp einer Anwendung werden die folgenden Features verwendet.

Tokenlizenztyp Featurename
APPLICATION ibmmfpfa
ADDITIONAL_BRAND_DEPLOYMENT ibmmfpabd
NON_PRODUCTION (kein Feature)

Integration des IBM License Metric Tool

Mit dem IBM License Metric Tool können Sie die Einhaltung Ihrer IBM Lizenzbedingungen auswerten.

Wenn Sie keine Version von IBM License Metric Tool mit Unterstützung für SLMT- (Software License Metric Tag) oder SWID-Dateien (Software-ID) installiert haben, können Sie die Lizenznutzung anhand der Lizenzüberwachungsbereichte in der MobileFirst Operations Console überwachen. Weitere Informationen finden Sie unter Lizenzüberwachungsbericht.

PVU-basierte Lizenzierung mit SWID-Dateien

Wenn Sie das Angebot IBM MobileFirst Foundation Extension Version 8.0.0 gekauft haben, wird es mit der Metrik Prozessor-Value-Unit (PVU) lizenziert.

Die PVU-Berechnung basiert auf der Unterstützung des IBM License Metric Tool für ISO/IEC 19970-2 und für SWID-Dateien. Die SWID-Dateien werden in den Server geschrieben, wenn IBM Installation Manager MobileFirst Server oder MobileFirst Analytics Server installiert. Wenn das IBM License Metric Tool eine laut aktuellem Katalog ungültige SWID-Datei für ein Produkt findet, wird das Widget “Softwarekatalog” mit einem Warnsymbol angezeigt. Weitere Informationen zur Verwendung von SWID-Dateien durch das IBM License Metric Tool finden Sie unter https://www.ibm.com/support/knowledgecenter/SS8JFY_9.2.0/com.ibm.lmt.doc/Inventory/overview/c_iso_tags.html.

Die Anzahl der Application-Center-Installationen ist bei PVU-basierter Lizenzierung nicht beschränkt.

Die PVU-Lizenz für Foundation Extension kann nur zusammen mit einer der folgenden Produktlizenzen erworben werden: IBM WebSphere Application Server Network Deployment, IBM API Connect™ Professional oder IBM API Connect Enterprise. IBM Installation Manager fügt die SWID-Datei hinzu oder aktualisiert sie, damit sie vom License Metric Tool verwendet werden kann.

Weitere Informationen zu IBM Mobile Foundation Extension finden Sie unter https://www.ibm.com/common/ssi/cgi-bin/ssialias?infotype=AN&subtype=CA&htmlfid=897/ENUS216-367&appname=USN.

Weitere Informationen zur PVU-Lizenzierung finden Sie unter https://www.ibm.com/support/knowledgecenter/SS8JFY_9.2.0/com.ibm.lmt.doc/Inventory/overview/c_processor_value_unit_licenses.html.

SLMT-Tags

Die IBM MobileFirst Foundation generiert SLMT-Dateien (IBM Software License Metric Tag). Versionen des IBM License Metric Tool, die SLMT unterstützen, können Berichte zum Lizenzbedarf generieren. In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie solche Berichte für MobileFirst Server zu interpretieren sind und wie die Generierung von SLMT-Dateien konfiguriert wird.

Jede Instanz einer aktiven MobileFirst-Laufzeitumgebung generiert eine SLMT-Datei. Die überwachten Metriken sind CLIENT_DEVICE, ADDRESSABLE_DEVICE und APPLICATION. Die Werte dieser Metriken werden alle 24 Stunden aktualisiert.

Metrik CLIENT_DEVICE

Folgende Subtypen der Metrik CLIENT_DEVICE sind möglich:

Es gibt folgende Sonderfälle:

  • Wenn das Gerät nur für kurze Zeit stillgelegt wird, wird der Subtyp “Inactive Devices” durch den Subtyp “Active or Inactive Devices” ersetzt.
  • Bei inaktivierter Geräteüberwachung wird für CLIENT_DEVICE nur ein Eintrag mit dem Wert 0 und dem Subtyp “Device Tracking Disabled” generiert.

Metrik APPLICATION

Für die Metrik APPLICATION gibt es keinen Subtyp, sofern die MobileFirst-Laufzeitumgebung nicht in einem Entwicklungsserver ausgeführt wird.

Der für diese Metrik gemeldete Wert ist die Anzahl der in der MobileFirst-Laufzeitumgebung implementierten Anwendungen. Jede Anwendung wird unabhängig davon, ob es sich um eine neue Anwendung, eine Implementierung eines zusätzlichen Produktbereichs oder einen zusätzlichen Typ für eine vorhandene Anwendung (z. B. eine native Anwendung, eine Hybrid- oder Webanwendung) handelt, als eine Einheit gezählt.

Metrik ADDRESSABLE_DEVICE

Die Metrik ADDRESSABLE_DEVICE hat folgenden Subtyp:

  • Application: <Anwendungsname>, Category: <Anwendungstyp>

Der Anwendungstyp ist B2C, B2E oder UNDEFINED. Wie der Anwendungstyp für eine Anwendung definiert wird, erfahren Sie unter Daten der Anwendungslizenz festlegen.

Es gibt folgende Sonderfälle:

  • Wenn das Gerät für weniger als 30 Tage stillgelegt wird, wird an den Subtyp die Warnung “Short decommissioning period” angefügt.
  • Bei inaktivierter Lizenzüberwachung wird kein Bericht zu adressierbaren Geräten generiert.

Weitere Informationen zur Lizenzüberwachung finden Sie unter:

Last modified on September 22, 2017