Produktkomponenten

improve this page | report issue

Übersicht

Zur IBM Mobile Foundation gehören die folgenden Komponenten: MobileFirst CLI, MobileFirst Server, clientseitige Laufzeitkomponenten, MobileFirst Operations Console, MobileFirst Application Center und MobileFirst System Pattern.

Die folgende Abbildung zeigt die Komponenten der Mobile Foundation:

Architektur der Mobile Foundation

MobileFirst CLI

Sie können die IBM MobileFirst Foundation Command Line Interface (CLI) zusätzlich zur IBM MobileFirst Operations Console nutzen, um Anwendungen zu entwickeln und zu verwalten. Für einige Aspekte des MobileFirst-Entwicklungsprozesses ist die CLI erforderlich.

Die Befehle, die alle mit mfpdev beginnen, unterstützen folgende Arten von Aufgaben:

  • Apps bei MobileFirst Server registrieren
  • Apps konfigurieren
  • Adapter erstellen und implementieren
  • Cordova-Apps voranzeigen und aktualisieren
  • Weitere Informationen enthält das Lernprogramm MobileFirst-Artefakte über die CLI verwalten.

MobileFirst Server

MobileFirst Server ermöglicht eine geschützte Back-End-Anbindung, die Verwaltung von Anwendungen, die Unterstützung von Push-Benachrichtigungen sowie Analyse- und Überwachungsfunktionen für MobileFirst-Anwendungen. Es handelt sich nicht um einen Anwendungsserver im Sinne der Java-EE-Definition (Java Platform, Enterprise Edition). Der als ein Container für Anwendungspakete der Mobile Foundation verwendete Server ist eigentlich eine Sammlung von Webanwendungen, die auch als EAR-Datei (Unternehmensarchiv) gepackt sein können, die aufgesetzt auf traditionellen Anwendungsservern ausgeführt werden.

MobileFirst Server kann in Ihre Unternehmensumgebung integriert werden und vorhandene Ressourcen sowie die vorhandene Infrastruktur nutzen. Die Integration erfolgt über Adapter, die serverseitige Softwarekomponenten für die Datenübermittlung von Back-End-Unternehmenssystemen und cloudbasierten Services zum Benutzergerät sind. Mithilfe von Adaptern können Sie Daten aus Informationsquellen abrufen und Daten in Informationsquellen aktualisieren, sodass Benutzer Transaktionen ausführen und andere Services und Anwendungen starten können.

Informieren Sie sich über MobileFirst Server.

Clientseitige Laufzeitkomponenten

Die Mobile Foundation stellt clientseitigen Laufzeitcode bereit, der Serverfunktionen in die Zielumgebung implementierter Apps einbettet. Diese Laufzeitclient-APIs sind Bibliotheken, die in den lokal gespeicherten App-Code integriert werden. Mit Ihnen können Sie MobileFirst-Features zu Ihren Client-Apps hinzufügen. Die APIs und Bibliotheken können mit dem IBM MobileFirst Foundation Developer Kit installiert werden. Sie können sie aber auch aus Repositorys für Ihre Entwicklungsplattform herunterladen.

MobileFirst Operations Console

Mit der MobileFirst Operations Console werden mobile Anwendungen gesteuert und verwaltet. Die MobileFirst Operations Console ist gleichzeitig ein Einstiegspunkt, um sich über die Entwicklung mit der Mobile Foundation zu informieren. In der Konsole können Sie Codebeispiele, Tools und SDKs herunterladen.

Sie können die MobileFirst Operations Console für die folgenden Aufgaben verwenden:

  • Überwachen und Konfigurieren aller implementierten Anwendungen, Adapter und Regeln für Push-Benachrichtigungen in einer zentralen webbasierten Konsole
  • Fernes Inaktivieren der Konnektivität zum MobileFirst Server mit vorkonfigurierten Regeln für App-Version und Gerätetyp
  • Anpassung von Nachrichten, die beim Anwendungsstart an Benutzer gesendet werden
  • Erfassung von Benutzerstatistiken für alle aktiven Anwendungen
  • Generierung integrierter und vorkonfigurierter Akzeptanz- und Nutzungsberichte (Anzahl der Benutzer, die über Anwendungen auf den Server zugreifen, und Häufigkeit der Zugriffe)
  • Konfigurieren von Datenerfassungsregeln für anwendungsspezifische Ereignisse
  • Informieren Sie sich über die MobileFirst Operations Console.

MobileFirst Analytics

In der Mobile Foundation gibt es ein skalierbares Feature für Betriebsanalysen, auf das Sie über die MobileFirst Operations Console zugreifen können. Mit dem Analytics-Feature können Unternehmen von Geräten, Apps und Servern erfasste Protokolle und Ereignisse durchsuchen, um Muster und Probleme zu finden und Statistiken zur Plattformnutzung zu erstellen.

Daten für MobileFirst Analytics werden aus folgenden Quellen bezogen:

  • Absturzereignisse einer Anwendung auf iOS- und Android-Geräten (Absturzereignisse für nativen Code und JavaScript-Fehler)
  • Interaktionen zwischen Anwendung und Server (soweit vom Client-Server-Protokoll der MobileFirst CLI unterstützt, einschließlich Push-Benachrichtigungen)
  • Serverseitige Protokolle, die in konventionellen MobileFirst-Protokolldateien erfasst werden

Informieren Sie sich über MobileFirst Analytics.

Application Center

Das Application Center ist ein Repository mit mobilen Anwendungen, über das Sie mobile Anwendungen, die gerade entwickelt werden, gemeinsam nutzen können. Mitglieder von Entwicklerteams können das Application Center verwenden, um Anwendungen für andere Teammitglieder freizugeben. Dadurch wird die Zusammenarbeit aller an der Entwicklung einer Anwendung beteiligten Personen erleichtert.

Eine typische Verwendung des Application Center in Ihrem Unternehmen könnte wie folgt aussehen:

  1. Das Entwicklerteam erstellt eine Version einer Anwendung.
  2. Das Entwicklerteam lädt die Anwendung in das Application Center hoch, gibt eine Beschreibung ein und bittet das Team, die Anwendung zu überprüfen und zu testen.
  3. Wenn die neue Version der Anwendung verfügbar ist, führt ein Tester das Application-Center-Installationsprogramm (d. h. den mobilen Client) aus. Der Tester sucht dann diese neue Anwendungsversion, installiert sie auf seinem mobilen Gerät und testet sie.
  4. Nach den Tests bewertet der Tester die Anwendung und gibt Feedback, das die Entwickler in der Application-Center-Konsole sehen können.

Das Application Center ist für die private Nutzung innerhalb eines Unternehmens bestimmt. Sie können einige mobile Anwendungen für bestimmte Benutzergruppen vorsehen. Sie haben die Möglichkeit, das Application Center als Speicher für Unternehmensanwendungen zu nutzen.

MobileFirst System Pattern

Mit IBM MobileFirst Foundation System Pattern können Sie MobileFirst Server in IBM PureApplication System oder IBM PureApplication Service on SoftLayer implementieren. Diese Muster (Patterns) ermöglichen Administratoren und Unternehmen, von lokalen Cloudtechnologien zu profitieren und so schnell auf Änderungen des Geschäftsumfeldes zu reagieren. Bei Anwendung dieser Strategie wird der Implementierungsprozess vereinfacht und die betriebliche Effizienz gesteigert, sodass Sie mit der gestiegenen Nachfrage nach mobilen Anwendungen Schritt halten können. Der steigende Bedarf beschleunigt die Iteration von Lösungen, die über herkömmliche Nachfragezyklen hinausreichen. Wenn Sie MobileFirst Server Pattern verwenden, haben Sie auch Zugriff auf bewährte Verfahren und integriertes Fachwissen, z. B. auf integrierte Skalierungsrichtlinien.

PureApplication System

IBM PureApplication System ist ein integriertes und höchst skalierbares System, das auf IBM X-Architecture basiert und ein anwendungszentriertes Datenverarbeitungsmodell in einer Cloudumgebung bereitstellt.

Ein anwendungszentriertes System ist effektiv, wenn es darum geht, komplexe Anwendungen und die von diesen aufgerufenen Tasks und Prozesse zu verwalten. Das gesamte System implementiert eine breitgefächerte virtuelle Datenverarbeitungsumgebung, in der verschiedene Ressourcenkonfigurationen automatisch an unterschiedliche Anwendungsprozesse angepasst werden. Mit den Anwendungsmanagementfunktionen der Plattform IBM PureApplication System wird die Implementierung von Middleware und anderen Komponenten schnell, einfach und reproduzierbar.

IBM PureApplication System stellt virtualisierte Arbeitslasten und eine skalierbare Infrastruktur in einem integrierten System bereit.

Muster für virtuelle Systeme

Muster für virtuelle Systeme sind eine logische Darstellung einer wiederholt vorkommenden Topologie für eine Reihe von Implementierungsanforderungen.

Mit Mustern für virtuelle Systeme sind effiziente und reproduzierbare Implementierungen von Systemen möglich, die VM-Instanzen und die darin ausgeführten Anwendungen enthalten. Sie können die Implementierung vollständig automatisieren, sodass die manuelle Ausführung mehrerer zeitraubender Aufgaben entfallen kann. Bei einer solchen Implementierung werden Probleme ausgeräumt, die durch fehlerträchtige manuelle Konfigurationsprozesse entstehen, insbesondere in komplexen Produktionstopologien wie Server-Farmen. Zudem wird die Lösungsimplementierung beschleunigt.

Last modified on September 22, 2017