Anforderungen nach direkter Aktualisierung mit einem CDN bedienen

improve this page | report issue

Übersicht

Sie können konfigurieren, dass Anforderungen nach direkter Aktualisierung von einem CDN (Content Delivery Network) anstatt von MobileFirst Server bedient werden.

Vorteile bei Verwendung eines CDN

Wenn Sie Anforderungen nach direkter Aktualisierung nicht mit MobileFirst Server, sondern mit einem CDN bedienen, ergeben sich folgende Vorteile:

  • MobileFirst Server wird vom Netzaufwand entlastet.
  • Die bei Bedienung von Anforderungen mit MobileFirst Server erreichte Übertragungsrate von 250 MB/s wird überschritten.
  • Alle Benutzer machen unabhängig von ihrem Standort eine einheitlichere Erfahrung mit der direkten Aktualisierung.

Allgemeine Voraussetzungen

Wenn Sie Anforderungen nach direkter Aktualisierung mit einem CDN bedienen möchten, müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Konfiguration die folgenden Bedingungen erfüllt:

  • Das CDN muss ein Reverse Proxy sein, der dem MobileFirst Server (oder ggf. einem weiteren Reverse Proxy) vorgeschaltet ist.
  • Wenn Sie die Anwendung in Ihrer Entwicklungsumgebung erstellen, geben Sie als Zielserver den Host und Port des CDN an und nicht den Host und Port von MobileFirst Server. Wenn Sie beispielsweise den MobileFirst-CLI-Befehl “mfpdev server add” ausführen, geben Sie den Host und Port des CDN an.
  • In der CDN-Verwaltungsanzeige müssen Sie die folgenden URLs für direkte Aktualisierung für das Caching vorsehen, damit das CDN alle Anforderungen bis auf die Anforderungen nach direkter Aktualisierung an den MobileFirst Server übergibt. Bei Anforderungen nach direkter Aktualisierung prüft das CDN, ob es den Inhalt abgerufen hat. Ist das der Fall, gibt es den Inhalt zurück, ohne sich an den MobileFirst Server zu wenden. Andernfalls nimmt es Kontakt zum MobileFirst Server auf, ruft das Archiv für die direkte Aktualisierung (ZIP-Datei) ab und speichert sie für die nächsten an diese URL gerichteten Anforderungen. Für Anwendungen, die mit Version 8.0 der IBM Mobile Foundation erstellt wurden, lautet die URL für direkte Aktualisierung PROTOKOLL://DOMÄNE:PORT/KONTEXTPFAD/api/directupdate/VERSION/KONTROLLSUMME/TYP. Das Präfix PROTOKOLL://DOMÄNE:PORT/KONTEXTPFAD ist bei allen Laufzeitanforderungen konstant. Beispiel: http://my.cdn.com:9080/mfp/api/directupdate/0.0.1/742914155/full?appId=com.ibm.DirectUpdateTestApp&clientPlatform=android

Das Beispiel enthält zusätzliche Anforderungsparameter, die auch Teil der Anforderung sind.

  • Das CDN muss das Caching der Anforderungsparameter erlauben. Zwei Archive für direkte Aktualisierung unterscheiden sich möglicherweise nur durch ihre Anforderungsparameter.
  • Das CDN muss TTL für die Antwort zur direkten Aktualisierung unterstützen, damit mehrere direkte Aktualisierungen auf dieselbe Version möglich sind.
  • Das CDN darf die im -Server-Client-Protokoll verwendeten HTTP-Header weder ändern noch entfernen.

Beispielkonfiguration

In diesem Beispiel wird eine Akamai-CDN-Konfiguration verwendet, bei der das Archiv für direkte Aktualisierung zwischengespeichert wird. Folgende Aufgaben werden vom Netzadministrator, vom MobileFirst-Administrator und vom Akamai-Administrator ausgeführt:

Netzadministrator

Er erstellt für Ihren MobileFirst Server eine weitere Domäne im DNS. Wenn Ihre Serverdomäne beispielsweise yourcompany.com ist, muss eine zusätzliche Domäne wie cdn.yourcompany.com erstellt werden. Im DNS setzt er für die neue Domäne cdn.yourcompany.com einen CNAME auf den von Akamai angegebenen Domänennamen, z. B. auf yourcompany.com.akamai.net.

MobileFirst-Administrator

Er legt die neue Domäne cdn.yourcompany.com als MobileFirst-Server-URL für die MobileFirst-Anwendungen fest. Für die Ant-Builder-Task lautet die Eigenschaft beispielsweise <property name="wl.server" value="http://cdn.yourcompany.com/${contextPath}/"/>.

Akamai-Administrator

  1. Er öffnet den Akamai Property Manager und setzt die Eigenschaft host name auf den Wert der neuen Domäne.

    Wert der Eigenschaft 'host name' auf die neue Domäne setzen

  2. Auf der Registerkarte “Default Rule” konfiguriert er Host und Port des ursprünglichen MobileFirst Server und setzt den Wert Custom Forward Host Header auf die neu erstellte Domäne.

    Wert der Eigenschaft 'Custom Forward Host Header' auf neu erstellte Domäne setzen

  3. Wählen Sie in der Liste Caching Option den Eintrag No Store aus.

    Eintrag 'No Store' in der Liste 'Caching Option' auswählen

  4. Konfigurieren Sie auf der Registerkarte Static Content die Übereinstimmungskriterien nach Maßgabe der Anwendungs-URL für direkte Aktualisierung. Erstellen Sie beispielsweise eine Bedingung If Path matches one of URL_für_direkte_Aktualisierung.

    Übereinstimmungskriterien nach Maßgabe der Anwendungs-URL für direkte Aktualisierung konfigurieren

  5. Legen Sie Werte ähnlich den folgenden fest, um das Caching-Verhalten so zu konfigurieren, dass die URL für direkte Aktualisierung zwischengespeichert und die Lebensdauer (TTL) festgelegt wird.

    Feld Wert
    Caching Option Cache
    Force Revaluation of Stale Objects Serve stale if unable to validate
    Max-Age 3 minutes

    Werte zum Konfigurieren des Caching-Verhaltens festlegen

  6. Konfigurieren Sie das Verhalten für den Cacheschlüssel so, dass im Cacheschlüssel alle Anforderungsparameter verwendet werden. (Dies ist notwendig, damit verschiedene Archive für die direkte Aktualisierung für verschiedene Anwendungen oder Versionen zwischengespeichert werden können.) Wählen Sie beispielsweise in der Liste Behavior die Option Include all parameters (preserve order from request) aus.

    Verhalten des Cacheschlüssels so konfigurieren, dass alle Anforderungsparameter in dem Schlüssel verwendet werden

Last modified on September 22, 2017